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Alt 20.09.06, 14:53  
Gott aus Luttrum
 
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Standard AW: Staatlich verordneter Glaube?

Zitat:
Zitat von anti_garanti Beitrag anzeigen
a) Ab der 7. Klasse oder sogar noch früher kann sich ein Mensch in Deutschland frei entscheiden, ob der den Religionsunterricht besucht, oder stattdessen in Ethik wechselt.
Abgesehen davon hat hier keiner gesagt, dass Werte wie Anstand oder Respekt seinem Gegenüber ausschließlich nur durch Religion vermittelt werden kann.
Viele kommen hier an und meinen, ein intaktes Elternhaus, das einem diesen Werte vermittelt, wäre selbstverständlich. Ich muss mir nur die Haupt- oder Sonderschulen ansehen und sehe, dass es eben nicht so ist.
Die Schule hat jedoch die Pflicht, diese Werte auch zu übermitteln, um eben sicherzugehen, dass die Kinder nicht vollkommen anstandsfrei aufwachsen.



b) Einige Leute können es, du kannst es nicht~!
a) Ja, super und davor, die anderen 6 Jahre, was ist da los?
Ich hab das ja nicht behauptet, sondern das gleiche gesagt wie du!
Ich weiss, dass ein nur noch sehr wenige intakte Elternhäuser gibt und ja, evt. sollte da der Staat eingreiffen, nein, da bin ich mir ziehmlcih sicher.


b) xD o__O ich kann es auch, wenn ich es will, aber warum sollte ich es, wenn es nur dummes Gerede ist und man ihm doch nicht die Wahrheit sagt?
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hansi ist gerade online  

Alt 20.09.06, 14:54  
Angeluz
 
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Beiträge: 853
Standard AW: Staatlich verordneter Glaube?

Zitat:
Zitat von NABA Beitrag anzeigen
Glauben ist Erziehungssache.
Kaum einer wird als gläubiger Mensch geboren.
Danke. Ist es aufgrund deiner Feststellung nicht irrsinnig, einen Glauben zu haben? Der Mensch wird mit einem Hirn geboren, dass er nutzt, er verwendet meist ab dem 1. Lebensjahr seine Beine, lernt bereits in den ersten Wochen die Funktion der Hände kennen und spricht irgendwann Worte nach, die er oft hört. Dementsprechend ist es doch widersinnig, einem Kind (!) vom Glauben zu erzählen, den es aufgrund mangelnder Entscheidungsfreiheit und -erfahrung (vorerst) übernimmt, ohne sich überhaupt großartig damit beschäftigt zu haben. Dies übernimmt dann die Schule, mit ihren starren Lehrplänen und der Aufgabe, zum Glauben zu erziehen. Wo bleibt dem Kind denn dort die Entscheidungsfreiheit?

Hier wird der Versuch unternommen, einen im Vergleich zum ausgewachsenen, unmündigen Menschen etwas zu indoktrinieren, was ihm unter normalen (ja, eine unreligiöse Welt ist in meinen Augen ein Normalzustand) Umständen nicht untergekommen wäre: Der Glaube an eine Gottheit, die vom Menschen verlangt, nach festgelegten Regeln zu leben.

Natürlich kannst du jetzt sagen, dass wir ja auch von klein auf die englische Sprache, Mathematik und Deutschunterricht aufgezwungen bekommen - aber mal ehrlich: Du als scheinbar religiöser Mensch willst doch deinen hochgeschätzten Glauben nicht mit irdischen Themen wie den anderen Schulfächern vergleichen, oder?

Zitat:
Zitat von NABA Beitrag anzeigen
Ich als Katholik würde daher meine Kinder selbstverständlich auf eine katholische Schule schicken. Ob sie sich dann nachher selbst dazu entscheiden, vielleicht eine andere Religion zu wählen oder gar den Glauben ganz aufzugeben, ist doch ihre Sache.
Allein die Tatsache, dass du es als selbstverständlich ansiehst, deinen Kinder deinen (!) Glauben - der den Religiösen doch immer als so persönlich bezeichnet wird - nahe zu bringen, spricht doch schon gegen deine guten Absichten. Du willst deine Kinder zu einem Abziehbild deiner selbst machen, nicht mehr nicht weniger. Aber so sind sie gestrickt, die Menschen. Haben sie über andere die Macht, wird diese ausgenutzt.
Zitat:
Zitat von NABA Beitrag anzeigen
Was soll hier eigentlich immer heißen der Glaube wird ihnen "aufgezwungen"?!
Wenn man seine Kinder so erzieht, dass sie zu mündigen und selbstverantwortlichen Menschen werden, dann werden sie sich mit der nötigen Reife schon für die Lebensart entscheiden, die für sie die richtige ist.
Warum konfrontierst du sie dann in einem Alter, in dem eben all diese Attribute nicht ausreichend ausgeprägt sind mit deinem (!) Glauben, anstatt zu warten, bis sie von sich aus reif bzw. denkfähig genug sind, um sich unabhängig damit auseinander zu setzen?

Wenn du ehrlich zu dir selbst bist, bist du besorgt, dass sie sich dagegen entscheiden. Alles andere ist eine glatte Lüge.

Zitat:
Zitat von NABA Beitrag anzeigen
Aber was schadet es denn, in der Schulzeit mit der Religion in Kontakt zu kommen? Steht der Katholizismus für Gewalt, Selbstsucht und dergleichen?
Nicht? Nehmen wir die Gewalt mal heraus und sehen uns allein die Selbstsucht an. Christen sollen fromm und gutmenschlich leben, hilfsbereit sein und sich von der Sünde fernhalten. Warum tun sie das? Ganz einfach, ihnen wird eingetrichtert, dass ihnen der Eintritt ins Paradies verwehrt wird, wenn sie es nicht tun. Selbstsucht. Punkt. Es gibt natürlich zig andere Beispiele für den Egoismus, die Heuchlerei und die Selbstsucht der Christen.
Zitat:
Zitat von NABA Beitrag anzeigen
Wohl kaum...so verkehrt kann ein richtiger Religionsunterricht begleitend zu dem normalen ethischen Erziehungsmethoden der Eltern also nicht sein...kaputt geht bei ihnen dadurch jedenfalls sicher nix
Du irrst.
Zitat:
Zitat von NABA Beitrag anzeigen
Und zu Angeluz: Lass diese blöde Polemik und die persönlichen Anspielungen bitte außen vor, was ich mit meiner Freizeit so treibe geht dich einen feuchten Dreck an.
Nun, so falsch kann ich ja nicht liegen.

Du magst ja schon immer Katholik gewesen sein, hast dies aber nicht derartig penetrant und billig rübergebracht. Liege ich richtig damit, dass du dich mit einem gewissen germanisch-christlichen Glauben identifizierst, der nationale Tendenzen aufweist und über den Herr Ratzinger einst referiert hat? Wenn ich mich irre, klär mich doch bitte über die Hintegründe von "Gott mit uns" in Verbindung mit deinem Studi-Kult auf. Meinen Informationen nach handelt es sich bei "Gott mit uns" nämlich um einen Abklatsch des einst germanischen "Wotan mit uns", was eigentlich altgermanischen Ursprungs ist, da Wotan eine andere Bezeichnung für den Allvater Odin ist. Wie dem auch sei, das Christentum war ja schon immer gut, wenn es um das Assimilieren gewisser Kultureigenschaften ging. Nunja, mittlerweile versucht die Nationale es ja recht erfolgreich, mit heidnischen Themen neue Gefolgschaft zu erhalten.

Wie gesagt. Sollte ich komplett daneben liegen, lass mich doch bitte wissen, wo ich mich nähergehend informieren kann.

Ich meine jedenfalls, dass ich da schon ganz richtig liege.


Ich nehme an, dass dein Kult sich von derlei Verwendung dieses Ausspruchs distanziert?
Zitat:
Zitat von NABA Beitrag anzeigen
Mich interessierts doch auch nicht, wieviele Hamster und Katzen du letztes WE geopfert und dich mit ihrem Blut beschmiert hast, oder? Sachlich bleiben oder einfach mal die Fresse halten!
Autsch. Das schmerzt beim Lesen. Was soll denn dieses Gesabbel?

Habe ich mich je als Satanist bezeichnet, der irgendwelche pseudo-okkulten Opferrituale praktiziert?

Meine Äusserungen bezogen sich ausschliesslich auf meine Erfahrung mit dir. Du warst hier im Forum mal einer der wenigen, denen ich Menschenverstand zugetraut habe und nun schmückst du dich mit irgendwelchen obskuren germanistisch-christlichen Grafiken und schwafelst größtenteils undurchdachtes Zeug, im Bezug auf religiöse Themen. Schon entäuschend.

Zitat:
Zitat von anti_garanti
Viele kommen hier an und meinen, ein intaktes Elternhaus, das einem diesen Werte vermittelt, wäre selbstverständlich. Ich muss mir nur die Haupt- oder Sonderschulen ansehen und sehe, dass es eben nicht so ist.
Die Schule hat jedoch die Pflicht, diese Werte auch zu übermitteln, um eben sicherzugehen, dass die Kinder nicht vollkommen anstandsfrei aufwachsen.
Ist die fehlende pädagogische Kompetenz des Elternhauses etwas eine Rechtfertigung für die Vermittlung von religiösen Wertevorstellungen im Schulgebäude?

Zum Ethikunterricht als Alternative ab der 7. Klasse: Nicht nur, dass ein Jugendlicher in dieser Zeit bereits ausreichend christlich geprägt wurde, um sich gegen einen Fachwechsel zu entscheiden, nein, hier wird bereits Druck ausgeübt, sei es nun seitens der Eltern oder anderer christlich-gläubiger SchülerInnen. Dass Jugendliche gerade während der Pubertät oft nach Eigenarten suchen, kollektiv gegen jemanden vorzugehen, der in irgendeiner Art und Weise 'anders' ist, scheinst du zu vergessen.

Hinzu kommt, dass nicht jeder Schule die nötigen Kapazitäten zur Verfügung stehen, um einen Alternantiv-Unterricht anzubieten.
Angeluz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.09.06, 14:57  
anti_garanti
 
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Standard AW: Staatlich verordneter Glaube?

Wenn ein Kind wirklich einflussfrei aufwachsen soll, muss man es in einen Käfig sperren und nur bei den Essenszeiten einen kurzen Kontakt (den zum Essen hinstellen) herstellen.
Wo ist das Problem am Religionsunterricht? Wer keinen Bock 'drauf hat, der geht eben in Ethik. Aber dass ihr verurteilt, dass Schulen ihn anbieten, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen.
anti_garanti ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.09.06, 15:07  
anti_garanti
 
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Standard AW: Staatlich verordneter Glaube?

Zitat:
Zitat von Angeluz Beitrag anzeigen
Zum Ethikunterricht als Alternative ab der 7. Klasse: Nicht nur, dass ein Jugendlicher in dieser Zeit bereits ausreichend christlich geprägt wurde, um sich gegen einen Fachwechsel zu entscheiden, nein, hier wird bereits Druck ausgeübt, sei es nun seitens der Eltern oder anderer christlich-gläubiger SchülerInnen. Dass Jugendliche gerade während der Pubertät oft nach Eigenarten suchen, kollektiv gegen jemanden vorzugehen, der in irgendeiner Art und Weise 'anders' ist, scheinst du zu vergessen.

Hinzu kommt, dass nicht jeder Schule die nötigen Kapazitäten zur Verfügung stehen, um einen Alternantiv-Unterricht anzubieten.
Autsch, in welcher Zeit bist du denn zur Schule gegangen? In der 9. Klasse gab es in meiner Schule beispielsweise 2 Ethikkurse gegen einen evangelisch- und einen katholisch-Kurs. Und come on: Christlichen Eltern ist es doch zu 98% vollkommen wayne, ob ihr Kind nun Reli oder Ethik besucht. Hauptsache es hockt in der Schule .
Und mein bester Freund besucht den ethik-Unterricht und du wirst es nicht glauben- es ist mir egal.. Dass jemand wegen seines Glaubens in der Schule gemobbt wird, habe ich in 11 Jahren Schule noch nicht erlebt.
anti_garanti ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.09.06, 15:13  
Gott aus Luttrum
 
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Standard AW: Staatlich verordneter Glaube?

Zitat:
Zitat von anti_garanti Beitrag anzeigen
Wenn ein Kind wirklich einflussfrei aufwachsen soll, muss man es in einen Käfig sperren und nur bei den Essenszeiten einen kurzen Kontakt (den zum Essen hinstellen) herstellen.
Wo ist das Problem am Religionsunterricht? Wer keinen Bock 'drauf hat, der geht eben in Ethik. Aber dass ihr verurteilt, dass Schulen ihn anbieten, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen.
Habe ich nie gesagt und wenn doch, dann war ich betrunken.
Ich sagte, man sollte ihnen, dass erst dann verabreichen, wenn das Kind ihn selber haben will und versteht worum es geht.

<natürlich ist es auch sehr schwachsinnig, ein Kind in einen Käfig einzusperren, aber man sollte es doch so wenig wie möglich beeinflussen, wenn man immer davon spricht, dass MAN doch so viel Meinungsfreiheit hat, darum geht es mir.
Oder man gibt es gleich zu, was ich nicht glauben kann, den man ist dafür zu feige und hat Angst vor den Reaktionen oder will es einfach nicht wahr haben.
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Alt 20.09.06, 15:17  
Gott aus Luttrum
 
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Standard AW: Staatlich verordneter Glaube?

Zitat:
Zitat von anti_garanti Beitrag anzeigen
Autsch, in welcher Zeit bist du denn zur Schule gegangen? In der 9. Klasse gab es in meiner Schule beispielsweise 2 Ethikkurse gegen einen evangelisch- und einen katholisch-Kurs. Und come on: Christlichen Eltern ist es doch zu 98% vollkommen wayne, ob ihr Kind nun Reli oder Ethik besucht. Hauptsache es hockt in der Schule .
Und mein bester Freund besucht den ethik-Unterricht und du wirst es nicht glauben- es ist mir egal.. Dass jemand wegen seines Glaubens in der Schule gemobbt wird, habe ich in 11 Jahren Schule noch nicht erlebt.
Labber nicht, dass muss es auch bei euch gegeben haben, also bei uns gibt es sowas reichlich, egal ob es um Juden, Christen, Moslems oder was auch immer geht, es gibt immer kleine Mobberein.
Z.B.:"Jaja, die Kath. rustchen jeden Sonntag die Berge hoch um zu beten!"
Das wurde gesagt, nachdem eine Kath. mit zerrissenen (Hosen-)Knien in die Schule kam, oder "Ey, du ja du, es ist wieder so weit, wenn du es 5mal am Tag schaffen willst, müsstest du jetzt mal wieder auf den nächst besten Teppich fallen und nach Mekka beten!"

Sowas gibt es, keine Frage.
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Alt 20.09.06, 15:22  
anti_garanti
 
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Standard AW: Staatlich verordneter Glaube?

Hab ich noch nie erlebt sowas. Dass jemand gemobbt wurde, weil er einer bestimmten Nation/Volksgruppe angehörte, habe ich dagegen öfter erlebt.

Es ist klar, dass man mal nen dummen Spruch in Richtung Katholik los lässt, aber wie oft ist das denn ernst gemeint? Jedem normalen Menschen ists doch egal, was der andere für einen Glauben hat, solange dieser Glauben einen selbst nicht in irgendetwas einschränkt/behindert/stört.
anti_garanti ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.09.06, 16:00  
Jacek
 
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Standard AW: Staatlich verordneter Glaube?

Zitat:
Zitat von anti_garanti Beitrag anzeigen
Ab der 7. Klasse oder sogar noch früher kann sich ein Mensch in Deutschland frei entscheiden, ob der den Religionsunterricht besucht, oder stattdessen in Ethik wechselt.
Das ist falsch.
Ich war vor... etwas mehr als fünf Jahren in der 7. Klasse.
Da hatte ich nur deswegen keinen Religionsunterricht mehr, weil meine Mutter ihre Unterschrift auf die Abmeldung gesetzt hat.
Ohne Muttis Unterschrift musste ich weiter Religionsunterricht empfangen.
Das war nen Stress, diese behinderte Unterschrift zu kriegen... Sie wollte, dass ich Religion habe und so war ich gezwungen, da hin zu gehen. Ich sorgte dafür, dass ich eine extrem versetzungsgefährdende Note in diesem Fach bekomme, sackte dann die Unterschrift ein und endlich war ich frei.

Ich war schon damals absolut sicher, dass ich nichts mit Religionen am Hut haben will und war trotzdem gezwungen. Geil.

Daher kritisiert niemand, dass Religionsunterricht angeBOTEN wird, sondern dass zu viele ihn einfach bekommen.

Zitat:
Zitat von Angeluz Beitrag anzeigen
Danke. Ist es aufgrund deiner Feststellung nicht irrsinnig, einen Glauben zu haben? Der Mensch wird mit einem Hirn geboren, dass er nutzt, er verwendet meist ab dem 1. Lebensjahr seine Beine, lernt bereits in den ersten Wochen die Funktion der Hände kennen und spricht irgendwann Worte nach, die er oft hört. Dementsprechend ist es doch widersinnig, einem Kind (!) vom Glauben zu erzählen, den es aufgrund mangelnder Entscheidungsfreiheit und -erfahrung (vorerst) übernimmt, ohne sich überhaupt großartig damit beschäftigt zu haben. Dies übernimmt dann die Schule, mit ihren starren Lehrplänen und der Aufgabe, zum Glauben zu erziehen. Wo bleibt dem Kind denn dort die Entscheidungsfreiheit?
Das selbe würde ich an der Stelle auch schreiben. Meine vollste Zustimmung.

Zitat:
Allein die Tatsache, dass du es als selbstverständlich ansiehst, deinen Kinder deinen (!) Glauben - der den Religiösen doch immer als so persönlich bezeichnet wird - nahe zu bringen, spricht doch schon gegen deine guten Absichten. Du willst deine Kinder zu einem Abziehbild deiner selbst machen, nicht mehr nicht weniger. Aber so sind sie gestrickt, die Menschen. Haben sie über andere die Macht, wird diese ausgenutzt.
Wobei das jetzt sehr überspitzt gemeint ist.
Ich denke, man sollte niemanden dafür kritisieren, weil es irgendwie böse ist, Kinder religiös zu erziehen oder so.
Viel mehr brauchen die Menschen, die das tun, einen Klapps gegen die Stirn, weil sie garnicht wissen, dass das, was sie da tun, engstirnig ist und sich manipulativ auf die Entscheidungsfreiheit auswirkt.

Zitat:
Warum konfrontierst du sie dann in einem Alter, in dem eben all diese Attribute nicht ausreichend ausgeprägt sind mit deinem (!) Glauben, anstatt zu warten, bis sie von sich aus reif bzw. denkfähig genug sind, um sich unabhängig damit auseinander zu setzen?
...manipulativ auf die Entscheidungsfreiheit aus genau diesem Grund, jepp.
Unabhängig ist hier das Schlüsselwort.
Es kommt auf den Charakter des einzelnen Individuums an, wie weit man den mit Löffeln verabreichten Glauben schluckt. Jedoch ist die geistliche Auseinandersetzung schon ab dem ersten geschluckten und nicht ausgespuckten Löffel negativ eingeschränkt, da man sich oft an das klammert, was man als Kind erfahren hat. Dass das vielleicht das falsche ist, woran man sich geklammert hat, vermag man später zwar zu erkennen, aber als gläubig erzogener Mensch erkennt man es dann erst später, als man es im ungläubig erzogenen Falle erkennen würde, unter der Vorraussetzung dass man es erkennt.

Zitat:
Wenn du ehrlich zu dir selbst bist, bist du besorgt, dass sie sich dagegen entscheiden. Alles andere ist eine glatte Lüge.
Ja, genau das denke ich auch. Ich empfand es am Anfang des Gesprächs zu provokant, die These einfach in den Raum zu werfen, ohne vorher die anderen Punkte schon ausreichend durchgekaut zu haben.

Glaube ist ein Fehlende-Eltern-Komplex. Zu viele Menschen mögen die Vorstellung nicht, dass sie mit ihren Problemen und Zwängen auf der Welt alleine sind und ihnen niemand den Rücken deckt. Die Neigung zum Glauben bei Menschen, wenn sie vorkommt, kommt genau daher.

Deswegen schießt ein religiöser Mensch, der sagt, dass Religion ihm/Menschen allgemein Hoffnung gibt, ein Eigentor: An dieser Stelle verweist er nämlich direkt auf diese psychologische Schwäche.

Zitat:
Nicht? Nehmen wir die Gewalt mal heraus und sehen uns allein die Selbstsucht an. Christen sollen fromm und gutmenschlich leben, hilfsbereit sein und sich von der Sünde fernhalten. Warum tun sie das? Ganz einfach, ihnen wird eingetrichtert, dass ihnen der Eintritt ins Paradies verwehrt wird, wenn sie es nicht tun. Selbstsucht. Punkt. Es gibt natürlich zig andere Beispiele für den Egoismus, die Heuchlerei und die Selbstsucht der Christen.
Wenn ich darauf verzichte, jemanden zu hauen/zu beklauen oder sonstwas böses mit anderen Menschen zu tun, dann verzichte ich als Atheist nicht darauf, weil Gebote mir das verbieten oder "Gott" einen bösen Eindruck von mir hat, sondern um nicht dazu beizutragen, dass sowas auf der Welt in der ich lebe, normal ist und die Wahrscheinlichkeit zu senken, dass es mir auch Widerfährt. So handle ich dann genauso egoistisch.

Ich denke nicht, dass es menschliche Taten gibt, die man nicht auf Egoismus zurückführen kann. Egal ob sie religiös sind oder nicht.

Zitat:
Ist die fehlende pädagogische Kompetenz des Elternhauses etwas eine Rechtfertigung für die Vermittlung von religiösen Wertevorstellungen im Schulgebäude?
Für freiwillig angebotene Vermittlung (Freiwillig insofern, dass der SCHÜLER entscheidet und nicht seine Eltern) ist sie eine Rechtfertigung, sicherlich auch eine sinnvolle, für unfreiwillig aufgezwungene ist sie es nicht.

Zitat:
Hinzu kommt, dass nicht jeder Schule die nötigen Kapazitäten zur Verfügung stehen, um einen Alternantiv-Unterricht anzubieten.
Oh ja, der Lehrermangel... Auch an meiner Schule ständig ein sehr schlimmes Thema gewesen. Nur an Religionslehrern mangelte es nie. hm.
Jacek ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.09.06, 17:55  
Imago
 
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Standard AW: Staatlich verordneter Glaube?

Zitat:
Zitat von Angeluz
Nicht? Nehmen wir die Gewalt mal heraus und sehen uns allein die Selbstsucht an. Christen sollen fromm und gutmenschlich leben, hilfsbereit sein und sich von der Sünde fernhalten. Warum tun sie das? Ganz einfach, ihnen wird eingetrichtert, dass ihnen der Eintritt ins Paradies verwehrt wird, wenn sie es nicht tun. Selbstsucht. Punkt. Es gibt natürlich zig andere Beispiele für den Egoismus, die Heuchlerei und die Selbstsucht der Christen.
Beispiel hin oder her. Du findest wohl genauso viele Nicht-Gläubige die aus völlig unreligiösen Gründen verwerfliche Sachen machen.
Die Welt wird weder ohne Religionen zum Paradies noch wird sie es wenn ausnahmslos jeder die Händchen faltet.
Und was du am Anfang geschrieben hattest vonwegen die Religion würde den Fortschritt aufhalten: Geht nicht immer der Spruch rum dass viele berühmte Wissenschaftler gläubig waren( olle Einstein zb) ?

Zitat:
Zitat von TFC
Glaube ist ein Fehlende-Eltern-Komplex. Zu viele Menschen mögen die Vorstellung nicht, dass sie mit ihren Problemen und Zwängen auf der Welt alleine sind und ihnen niemand den Rücken deckt. Die Neigung zum Glauben bei Menschen, wenn sie vorkommt, kommt genau daher.
Deswegen schießt ein religiöser Mensch, der sagt, dass Religion ihm/Menschen allgemein Hoffnung gibt, ein Eigentor: An dieser Stelle verweist er nämlich direkt auf diese psychologische Schwäche.
Halte ich ja für eine etwas gewagte psychologische Hypothese

Zitat:
Zitat von TFC
Für freiwillig angebotene Vermittlung (Freiwillig insofern, dass der SCHÜLER entscheidet und nicht seine Eltern) ist sie eine Rechtfertigung, sicherlich auch eine sinnvolle, für unfreiwillig aufgezwungene ist sie es nicht.
Und genau darum ging es mir eigentlich. Wenn jemand freiwillig Religions/Ethikunterricht besuchen will, immer zu. Aber laut Gesetzestext ist es eben nicht nur eine freiwillige Sache. Und sowas ist in der heutigen Zeit einfach mal fehl am Platze (imo).

War hier allerdings nie in der Schule, also keine Ahnung ob da nun wirklich was anders ist als in anderen Bundesländern.
Imago ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.09.06, 18:03  
Jacek
 
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Standard AW: Staatlich verordneter Glaube?

Zitat:
Zitat von Imago Beitrag anzeigen
[...]
Und was du am Anfang geschrieben hattest vonwegen die Religion würde den Fortschritt aufhalten: Geht nicht immer der Spruch rum dass viele berühmte Wissenschaftler gläubig waren( olle Einstein zb) ?
Zur mittlerweile anerkannten Quantentheorie sagte Einstein: "Gott würfelt nicht."

War echt nen schlauer Mann, aber bei sowas an Gott festzuhalten... schade.
Jacek ist offline   Mit Zitat antworten
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