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Alt 24.03.07, 19:41  
News
 
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Registriert seit: 09.08.06
Beiträge: 6.529
Standard Papst fordert Gottesbezug in EU-Verfassung

Kurz vor der Unterzeichnung der "Berliner Erklärung" haben Papst Benedikt XVI. und Bischof Huber die Gemeinschaft aufgefordert, einen Gottesbezug in die geplante EU-Verfassung aufzunehmen. Sie sehen darin eine der wichtigsten Grundpfeiler der Staatengemeinschaft.

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Quelle: tagesschau.de
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hansi ist gerade online  

Alt 24.03.07, 20:21  
Jacek
 
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Registriert seit: 29.10.03
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Beiträge: 734
Standard AW: Papst fordert Gottesbezug in EU-Verfassung

"[...] Einen Gottesbezug gibt es in der Erklärung nicht. [...]" - Gut so.

Klauseln, die irgendwelchen Bezug zu irgendwelchen Göttern beinhalten, fördern nicht gerade die Allgemeingültigkeit der Verfassung für alle Religionen und Kulturgruppen - Also raus damit!

Die Leute sollen ihre Religionen privat organisieren.
Jacek ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.03.07, 19:29  
Leitwolf
 
Benutzerbild von Leitwolf
 
Registriert seit: 18.05.04
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Beiträge: 1.715
Standard AW: Papst fordert Gottesbezug in EU-Verfassung

Es soll ja auch kein spezieller Gottesbezug hinein, sondern ein allgemeiner. Ob das nun der katholische oder evangelische, der christliche oder der jüdische Gott sein soll ist eigentlich wurscht.
Steht aber garkein Gottesbezug in der Verfassung, dann ist sie atheistisch. Damit wird letztlich zu Gunsten der Atheisten jede andere Religions- und Kulturform benachteiligt.
Leitwolf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.03.07, 22:11  
Jacek
 
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Registriert seit: 29.10.03
Ort: Köln
Alter: 23
Beiträge: 734
Standard AW: Papst fordert Gottesbezug in EU-Verfassung

Benachteiligt werden Religionsformen meinem Verständnis nach, wenn irgendwelche Sanktionen auf Religionsbekenntnisse auferlegt werden.
Wenn der Staat/die EU/die Verfassung Religionen nicht offiziell erwähnt oder unterstützt, was hat das dann mit Benachteiligung zu tun?

Und ich sehe das schon so, dass der Papst einen speziellen Gottesbezug in der Verfassung sehen will. Schließlich sagt er ja "wie können sie ein so für die Identität Europas wichtiges Element wie die Christenheit auslassen, mit dem sich die große Mehrheit seiner Bürger weiter identifiziert"
Also doch Christentum. Mit dem die große Mehrheit der Europäer sich identifiziere.
Jacek ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.03.07, 19:44  
Angeluz
 
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Beiträge: 853
Standard AW: Papst fordert Gottesbezug in EU-Verfassung

Zitat:
Zitat von Leitwolf Beitrag anzeigen
Es soll ja auch kein spezieller Gottesbezug hinein, sondern ein allgemeiner. Ob das nun der katholische oder evangelische, der christliche oder der jüdische Gott sein soll ist eigentlich wurscht.
Steht aber garkein Gottesbezug in der Verfassung, dann ist sie atheistisch. Damit wird letztlich zu Gunsten der Atheisten jede andere Religions- und Kulturform benachteiligt.
Besser kann es ja nicht kommen. Soll der Alte doch fordern, was er will.
Angeluz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.03.07, 11:16  
Gerhard_Kemme
 
Benutzerbild von Gerhard_Kemme
 
Registriert seit: 02.01.07
Beiträge: 14
Cool AW: Papst fordert Gottesbezug in EU-Verfassung

Guten Morgen!
Die christlichen Kirchen mischen sich permanent heftig in politische Diskussionen ein. Jetzt wäre es ja seit langem wieder eine Thematik, die zumindest in den Zuständigkeitsbereich dieser internationen Großorganisationen fiele. Allerdings wird das dann sehr oberflächlich pur machtorientiert ohne jeglichen intellektuellen Anspruch. Was denn nun von den drei großen aus dem Orient stammenden monotheistischen Religionen unter GOTT verstanden wird, findet keine weitere erörternde Entfaltung. Das Christentum ist auch per Inquisition, d.h. mit Daumenschrauben, Hexenverbrennungen und Streckbänken durchgesetzt worden, ohne Gewalt gäbe es hier alle drei Religionen gar nicht. Warum sollte also die EU-Verfassung die Einführung und Beibehaltung von uralten völlig überholten Fremdkulturen in Europa fördern und durchsetzen? Zum Gottesbegriff könnte man sich selbstverständlich auch eine Ausweitung auf die alte Götterwelt mit Wotan, Zeuss vorstellen oder völlig neues in die Zukunft weisendes Gedankengut einbringen. Somit könnte ich mir zwar einen religiösen Bezug vorstellen, der aber sorgsam europaweit erarbeitet werden müsste und die religiösen Gefühle aller Bürger berücksichtigen sollte. Verfassungen werden heutzutage immer mit schneller Nadel gestrickt, statt die einzelnen Artikel wirklich zu diskutieren.
MfG Gerhard Kemme
Gerhard_Kemme ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.03.07, 15:47  
Cartman
 
Benutzerbild von Cartman
 
Registriert seit: 22.09.03
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Alter: 22
Beiträge: 1.570
Standard AW: Papst fordert Gottesbezug in EU-Verfassung

ich bin auch nicht so fuer religoese bezuege in gesetzen.. nachher kommen die dann noch auf die idee "gott will, dass das so ist!" und dann leben wir hier wieder wie vor 1000 jahren oO
Cartman ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.03.07, 01:56  
Leitwolf
 
Benutzerbild von Leitwolf
 
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Ort: Bayern
Beiträge: 1.715
Standard AW: Papst fordert Gottesbezug in EU-Verfassung

@ tfc: Meinungen wie deine gleichen denen religiöser Fanatiker, die anderen ihren Glauben aufzwingen wollen. Dass du an nichts zu glauben vorgibst macht die Sache nicht besser.

@ Gerhard Kemme: Wie kommst du auf die Idee, dass Religion überholt ist? Weil sie in der heute jungen Generation angeblich keine Rolle mehr spielt? Ist diese Generation denn das Maß aller Dinge?

@ Cartman: Diktaturen kommen auch ohne Gott ganz gut aus. Ihn in einer Verfassung nicht zu erwähnen schützt vor garnichts.
Leitwolf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.03.07, 19:15  
Imago
 
Benutzerbild von Imago
 
Registriert seit: 19.09.03
Alter: 26
Beiträge: 1.523
Standard AW: Papst fordert Gottesbezug in EU-Verfassung

Zitat:
Zitat von Cartman Beitrag anzeigen
ich bin auch nicht so fuer religoese bezuege in gesetzen.. nachher kommen die dann noch auf die idee "gott will, dass das so ist!" und dann leben wir hier wieder wie vor 1000 jahren oO
naja den Gottesbezug haben wir auch im Grundgesetz(und auch in einigen Länderverfassungen). Trotzdem besteht wohl nicht die Gefahr dass jemand ein Gesetz durchbringen könnte mit der Begründung "Gott wolle es so" .
Letztendlich hat das ganze imo eigentlich nur symbolische Bedeutung wo denn die Wurzeln unser heutigen Wertevorstellungen liegen.

@TFC
Einer der Vorschläge für den Gottesbezug in der EU-Verfassung war übrigens:
Zitat:
Die Werte der Europäischen Union umfassen die Wertvorstellungen derjenigen, die an Gott als die Quelle der Wahrheit, Gerechtigkeit, des Guten und des Schönen glauben, als auch derjenigen, die diesen Glauben nicht teilen, sondern diese universellen Werte aus anderen Quellen ableiten
Quelle: wikipedia
Es wurde also schon daran gedacht dass die Verfassung allgemeingültig für Gläubige und Atheisten bleibt

Zitat:
Zitat von Gerhard_Kemme
Warum sollte also die EU-Verfassung die Einführung und Beibehaltung von uralten völlig überholten Fremdkulturen in Europa fördern und durchsetzen?
1) Wieso Fremdkultur?
2) Es geht nicht darum diese Religion zu fördern oder durchzusetzen sondern darum dass die Bürger die diesen Religionen angehören sich auch mit der Verfassung identifizieren können.
3) uralt ja und? der Gedanke der Demokratie ist auch uralt, trotzdem hängen wir immer noch dran

Zitat:
Zitat von Gerhard_Kemme
Zum Gottesbegriff könnte man sich selbstverständlich auch eine Ausweitung auf die alte Götterwelt mit Wotan, Zeuss vorstellen oder völlig neues in die Zukunft weisendes Gedankengut einbringen.
In den meisten Vorschlägen zum Gottesbezug ist schlicht und einfach von "Gott" die Rede. Ob du dir nun darunter den christlichen Gott, Allah, Zeus oder wen auch immer vorstellst, bleibt ganz alleine dir überlassen
Imago ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.03.07, 19:43  
Jacek
 
Benutzerbild von Jacek
 
Registriert seit: 29.10.03
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Beiträge: 734
Standard AW: Papst fordert Gottesbezug in EU-Verfassung

Zitat:
Zitat von Leitwolf Beitrag anzeigen
@ tfc: Meinungen wie deine gleichen denen religiöser Fanatiker, die anderen ihren Glauben aufzwingen wollen. Dass du an nichts zu glauben vorgibst macht die Sache nicht besser.
Ich will nicht verboten haben, dass Leute glauben.
Ich will stattdessen einfach nur verboten haben, dass andere ihren Glauben mit in Gesetze reinmischen, die mich ebenfalls betreffen, obwohl ich nichts, absolut garnichts mit deren Glauben am Hut habe.

Egal wie radikal ich für mich selbst Götter verneine - ich kann ja keinem verbieten, dass er es anders macht.
Mein Leben und meine Freiheiten sollen einfach nur nicht durch den Glauben anderer beeinflusst werden.
Wenn also nichts gottbezogenes in irgendwelchen Gesetzen steht, dann wird niemandem verboten, zu glauben/nicht zu glauben.
Wo, verdammt noch mal WO liegt da die Glaubensunterdrückung?

Zitat:
Zitat von Imago Beitrag anzeigen
@TFC
Einer der Vorschläge für den Gottesbezug in der EU-Verfassung war übrigens:
Es wurde also schon daran gedacht dass die Verfassung allgemeingültig für Gläubige und Atheisten bleibt
Jaja, das soll meinetwegen drin stehen. Glaubensfreiheit und bla.

Allerdings nicht so, wie der Papst es formuliert hat --> Mir als A(nti)theist wäre es ein Dorn im Auge, unter einer Verfassung zu leben, in der es so klingt, als hätten wir "all das" irgendeinem Gott zu verdanken. Oder die irgendwie verlautet, dass die christliche Vergangenheit was tolles wäre oder ähnlich. Denn hier fühle ich mich in meiner Meinungsfreiheit eingeschränkt, denken zu dürfen, dass die christliche Vergangenheit etwas schlechtes für die Menschheit und Menschenrechte war.
Jacek ist offline   Mit Zitat antworten
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