Tja, auch wenn ich hier ja eher als der Vertreter der Arbeitgeberseite bekannt bin muss ich mich euch hier - zumindest in Teilbereichen - anschließen.
Ich halte Stellenstreichungen in einem Unternehmen in wirtschaftlich schlechten Zeiten für ein absolut legitimes Mittel, um einen Betrieb am Leben zu erhalten. Da kenne ich eigentlich kein Pardon, wenn Arbeitnehmer unrentabel werden sollte der Arbeitgeber auch die Möglichkeit haben, sie zu entlassen.
Aber in vorliegenden Fall erscheint solche eine Maßnahme natürlich völlig fehl am Platze.
Stellenstreichungen sollten niemals einem Selbstzweck dienen, sondern letztendlich dazu beitragen, dass es wieder aufwärts geht ( ich weiß ich weiß, das geht auch über die gegenteilige Schiene...aber lasst uns das jetzt bitte nicht hier wieder thematisieren :P )
Aber auf der anderen Seite...ich denke wir können es uns hier mangels Informationen nicht anmaßen, den Schritt der Deutschen Bank zu beurteilen...letztendlich tuen einem Unternehmen unsinnige Stellenstreichungen auch nicht gut und werden daher schon auf - mehr oder weniger - vernünftigen Kalkulationen beruhen.
Da sagt die Gewinnsteigerung um 87% letztendlich auch nicht viel aus...denn grade im Bankensektor sind solche Gewinne schnell ver-invenstiert und müssen nicht unbedingt zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit beitragen.
Das soll wie gesagt nicht bedeuten, dass ich Stellenstreichungen in diesem Kontext gutheiße, auf keinen Fall...sondern nur, dass wir uns da meiner Ansicht nach kein objektives Bild von machen können
Gruß
NABA